Corona-Hilfen für Kleinstunternehmen

Vor allem Kleinstunternehmen bis 10 Beschäftigte sehen aufgrund der aktuellen Thematik ihre Existenz bedroht. Die Bundesregierung und der Freistaat Sachsen bieten hierfür verschiedene Möglichkeiten an, um kleine Firmen vor dem wirtschaftlichen Aus zu bewahren.

1. Sofortzuschüsse vom Bund

Seit 30. März stehen auch für Kleinstunternehmen bis 10 Mitarbeiter und einem Jahresumsatz bis max. 1 Mio. Euro  finanzielle Soforthilfen zur Verfügung. Mit den Zuschüssen soll die wirtschaftliche Existenz der Antragssteller gesichert werden, indem laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsmittel, Leasingraten etc. beglichen werden können. Der Zuschuss muss nicht zurückerstattet werden, wenn der ausgezahlte Gesamtbetrag zur Überbrückung des Liquiditätsengpasses benötigt wird. Bei Überkompensation muss der Differenzbetrag zurückgezahlt werden. Die Soforthilfe ergänzt die Programme des Länder. Die Antragsstellung erfolgt über die Sächsische Aufbaubannk: www.sab.sachsen.de 


Bitte stellen Sie Ihren Antrag online über das Förderportal des SAB. Sofern Sie noch kein Nutzer des Portals sind, müssen Sie sich erst registrieren, anschließend können Sie den Antrag online ausfüllen.

Link zur Anmeldung: www.portal.sab.sachsen.de/login 

 

Im Einzelnen ist vorgesehen:

  • 9.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
  • 15.000 Euro Einmazahlung für 3 Monate bei bis zu 10 BEschäftigten (Vollzeitäquivalente)

 Der Zuschuss ist  für laufende Betriebskosten wie Miete, Leasingraten (z.B. PKW), Kredite für Betriebsmittel etc.

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Antrag Soforthilfe Bund SAB
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2. Darlehen "Sachsen hilft sofort"

Mit dem Sofort-Darlehen stellt der Freistaat Sachsen ein zinsloses, nachrangiges Liquiditätshilfedarlehen von bis zu 50.000 Euro, in begründeten Ausnahmefällen bis zu 100.000 Euro, mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren zur Verfügung. Das sogenannte Staatsdarlehen ist für die ersten drei Jahre tilgungsfrei.

 

Auf Antrag des Unternehmens kann nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit mit der SAB eine individuelle Tilgungsvereinbarung getroffen werden. Sondertilgungen sind jederzeit möglich. Wichtig ist, dass das Darlehen nachrangig ausgestaltet ist, also nicht zur Überschuldung führen bzw. beitragen kann.

 

Ansprüche auf Entschädigungsleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz sowie Versicherungsleistungen für Betriebsunterbrechungen/Betriebsausfall sind vorrangig in Anspruch zu nehmen. Sollte während der Laufzeit dieses Programms ein Förderprogramm des Bundes oder der Europäischen Union mit ähnlicher Zielrichtung für die Zuwendungsempfänger in Kraft treten, so sind diese vorrangig in Anspruch zu nehmen. Für den darüberhinausgehenden Liquiditätsbedarf kann eine Zuwendung nach dieser Richtlinie gewährt werden.

 

Rahmendaten

  • zinsloses, nachrangiges Liquiditätsdarlehen
  • Darlehenshöhe von 50.000 Euro, in Ausnahmenfällen 100.000 Euro
  • Laufzeit von zehn Jahren zinsfrei und die ersten drei Jahre tilgungsfrei

Voraussetzungen

  • Kleinstunternehmen (bis zu fünf MitarbeiterInnen) und Soloselbstständige
  • Jahresumsatz nicht mehr als eine Million Euro
  • das Unternehmen muss zum 31. Dezember 2019 gesund gewesen sein
  • 20 Prozent Umsatzrückgang aufgrund der Corona-Krise

Folgende Unterlagen werden benötigt

  • Antrag auf Soforthilfe
  • De-minimis-Erklärung
  • Gültiger Personalausweis von allen Zeichnungsbefugten
  • Aktuelles Foto des Antragstellers mit dem gültigen Ausweisdokument
  • Aktueller Handelsregisterauszug
  • Gesellschaftervertrag
  • Gewerbeanmeldung
  • Feststellung des wirtschaftlich Berechtigten
  • Unterschriftenblatt

 

Service-Hotline: 0351 4910-1100

Link: www.sab.sachsen.de/sachsen-hilft-sofort

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Antrag Darlehen "Sachsen hilft sofort"
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3. Erstattung wegen Verdienstausfall auf Grund eines Tätigkeitsverbotes durch ein Gesundheitsamt

 

Sächsische Betriebe, Selbstständige und Freiberufler, die aufgrund des Corona-Virus offiziell unter Quarantäne gestellt werden, einem Tätigkeitsverbot unterliegen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, können über die Landesdirektion Sachsen eine Entschädigung beantragen. Bei Angestellten zahlt in der Regel der Arbeitgeber das Arbeitsentgelt zunächst weiter. Dieser kann sich das Geld im Nachhinein von der Landesdirektion Sachsen auf Antrag erstatten lassen.

 

Sind Arbeitnehmer allerdings arbeitsunfähig - also vom Arzt krankgeschrieben -, treten die Leistungen des Arbeitgebers und der Krankenversicherung vorrangig ein.

 

Link: www.lds.sachsen.de

 


4. Wirtschaftsstabilisierungsfonds

Neben der starken Betroffenheit von kleinen Unternehmen, wachsen auch die Probleme bei großen Unternehmen und insgesamt in der Realwirtschaft. Dafür wurde ein Wirtschaftsstabilisierungsfonds von der Bundesregierung aufgelegt.

 

Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds hat ein Volumen von rund 600 Mrd. Euro bestehend aus:

 

400 Mrd. Euro: Staatsgarantien für Verbindlichkeiten

100 Mrd. für direkte staatliche Beteiligungen

100 Mrd. für Refinanzierung von KfW-Großkrediten

 

Die Unterstützungsmöglichkeiten des Fonds gelten auch für systemrelevante kleinere Unternehmen und Unternehmen im Bereich kritischer Infrastruktur sowie für Start-ups, die seit dem 1. Januar 2017 in mindestens einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit einem Unternehmenswert von mindestens 50 Mio. Euro einschließlich des durch diese Runde eingeworbenen Kapitals bewertet wurden.

 

Mehr Informationen unter www.bundesregierung.de/wirtschaftsstabilisierung


5. Zuschuss für Beratungsleistungen

Ein externer Unternehmensberater kann Ihnen in der aktuellen Krise vielfältig Hilfestellung geben, ob Sie neue Geschäftsfelder suchen, Ihre Geschäfte umstellen/digitalisieren sollten oder aber auch wie Sie Ihre Liquidität wiederherstellen.

Da dabei schnell gehandelt werden muss, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die bestehende Rahmenrichtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows um ein Modul für Corona betroffene KMU und Freiberufler zunächst bis 31. Dezember 2020 im Sinne eines Sofortprogramms ergänzt.

 Alle Informationen erhalten Sie unter www.bafa.de/Mittelstandsfoerderung

Unverbindliche Erstberatung

UV-Mitglied Hendrik Feige (Must-be/Marketing- und Strategie-beratung) ist seit vielen Jahren als Berater für das Programm Förderung unternehmerischen Know-hows gelistet und unterstützt Sie gern bei der Beantragung und Umsetztung. Alle Informationen sowie die Kontaktdaten finden Sie unter  www.must-be.de